Was soll das ?

Die CRITICAL MASS stellt eine Gegenbewegung zur alltäglichen Blechlawine in den Städten dar. Wir stören nicht den Verkehr – wir sind der Verkehr.

Fahrradfreunde treffen sich, um Gemeinsam durch die Stadt zu fahren. Als Verband, bei mindestens 16 Teilnehmern, ist laut §27 Abs. 1 der StVO das Nebeneinander fahren erlaubt.

Die CRITICAL MASS  setzt ein Zeichen, das Fahrrad im Verkehr ernst zu nehmen und Gleichberechtigt mitzufahren. Gemäß dem Motto: „Wem gehört die Straße? Allen ! Fußgänger – Radfahrer – Motorisierte Teilnehmer.

Das Fahrrad ist in einer Stadt das überlegene Fahrzeug. Es produziert keinen Lärm – keine Abgase – keinen Feinstaub und ist überdies ein gesundes Verkehrsmittel. Zudem ist ein Fahrrad günstig und sehr sicher.

Gerade in Reutlingen ist die Zeit gekommen, das Fahrrad aus dem Nischendasein mehr ins Bewusstsein des Öffentlichen Straßenverkehrs zu holen. Mehr Raum zu gewinnen für sicheres und entspanntes Fahrradfahren in der Stadt. Täglich – als Transportmittel zur Arbeit – in die Schule und auch zum einkaufen.

CRITICAL MASS feiert das Fahrrad als das Urbane Fortbewegungsmittel. Sei mit dabei.

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8 Antworten zu Was soll das ?

  1. Kaltmaier schreibt:

    Hallo Critical Mass Radfreunde,
    die Aktionen von Critical Mass finde ich super! Die Städte für den Radverkehr sicherer zu machen und eure Ziele sind enorm wichtig für eine Verbesserung des Umweltschutz, Klimas und unserer Lebensqualität. Sie bringt Menschen zusammen. Auf die gegenseitige Rücksichtnahme und das Verhalten im Straßenverkehr muss weiter aufmerksam gemacht werden. Für ein freundlicheres Miteinander.
    Eine Warnweste mit Logo könnte die Gruppendynamik noch steigern.
    Viele Grüße aus Metzingen
    K.

  2. Pingback: CRITICAL MASS: Was soll das ? | Verkehrsentwicklungsplan Reutlingen

  3. Ralf Epple schreibt:

    Hallo CM Reutlingen,

    ich finde es wichtig, dass es Aktionen wie die CM gibt, um das Bewusstsein der Bevölkerung zu erreichen. Gerade in Reutlingen geht sehr viel ohne Auto, doch die meisten wissen das (wohl) nicht. Es ist richtig, dass die Straße allen gehört. Auch die Fahrbahn gehört allen Fahrzeugen und das Fahrrad gehört laut §2 StVO dazu. Und richtig ist auch, dass das Fahrrad in der City das überlegene Verkehrsmittel ist und die Umwelt schont. Aber viele Leute sind zu faul, geben zu gerne mit ihrem Auto an oder haben zu viel Angst vor dem Kfz-Verkehr.

    Was ich nicht ganz so gut finde, ist die langsame CM-Geschwindigkeit, die mich bislang davon abhält, teilzunehmen. 12 bis 17 km/h, im Mittel 14,5 km/h – mit solchen Geschwindigkeiten ist das Fahrrad nicht mehr „überlegen“ und stellt sogar für mich ein unnötiges Verkehrshindernis dar. Auch Kfz dürfen laut StVO nicht unnötig deutlich langsamer fahren als erlaubt. Wie will man mit solchen Tempi die Überlegenheit des Fahrrades demonstrieren oder sich als gleichwertigen Verkehrsteilnehmer einstufen? Schon bei einem leichten Gefälle bedeutet so ein Tempo *bremsen* – unnötig verschenkte Energie.

    Rad fahren – insbesondere auf der Fahrbahn – sollte natürlich die restlichen Verkehrsteilnehmer nicht über Gebühr aufhalten. Ich denke, jeder Autofahrer kommt mit Radfahrgeschwindigkeiten zurecht und akzeptiert sie auch, wenn erkennbar ist, dass die Radfahrer sich bemühen, voranzukommen. Entsteht dagegen der Eindruck, dass absichtlich langsam gemacht wird, um maximal Autofahrerpuls zu erreichen, kann es schon sein, dass manche Autofahrer ungeduldig werden. Vor allem dann, wenn sie das „Verbandsrecht“ ausnutzen, um Radwege nicht benutzen zu müssen. Dieser Schuss kann auch nach hinten losgehen und kontraproduktiv, ja, sogar gefährlich sein. Ich selbst bin sogar dafür, die Verbandsgröße auf 4 oder 6 Fahrer zu verringern, weil die Überholvorgänge bei 15 hintereinanderfahrenden Radfahrern viel zu lang sind. Und ich bin gegen die Pflicht, die – verglichen zur Fahrbahn gefährlichen – Radwege benutzen zu müssen. Denn das ist laut Gesetzgeber nur in besonderen Ausnahmefällen zulässig.

    Ich hoffe, die CM Reutlingen schafft es, wenigstens das Tempo eines „normalen Schülers“ von 10 Jahren auf einem Mountainbike zu fahren und somit auch zu demonstrieren, dass man in einer Stunde ein ordentliches Stück Wegstrecke zurücklegen kann und – ganz wichtig – im Prinzip den Normalverkehr eigentlich nicht aufhält. Warum? Weil man sich an der nächsten roten Ampel oft wieder trifft.

    Ernsthafter Radverkehr auf der Fahrbahn fährt mit ernstzunehmender Geschwindigkeit. Wenn die CM mit 15 – 20 km/h (auf der Ebene) fährt, bin ich dabei und noch weitere ebenfalls.

    Danke für Eure Bemühungen im Sinne einer sauberen, ruhigen Stadt und viele Grüße!

    Ralf Epple

    • criticalmasstourist schreibt:

      Hallo Ralf,

      der Einwand, die CM sei unterdurchschnittlich langsam stimmt. Das gilt nicht nur für Reutlingen, sondern für alle CMs. Der Grund dafür liegt aber nicht in einer gewollten Blockade des motorisierten Verkehrs, sondern in der Inhomogenität der Masse begründet.

      Bei den Ausfahrten steht weniger das zügige Vorankommen als mehr das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund. Daher wird eine Geschwindigkeit gefahren, die es allen ermöglicht mitzuhalten. Von Kindern (auch unter 10 Jahren) bis zu RentnerInnen, von Gelegenheitsradfahrenden bis SportlerInnen, von gepflegten Fahrrädern bis zur „Rostlaube“ sind alle dabei. Wie hoch die Geschwindigkeit im Einzelnen ist, liegt an der Fitness der Teilnehmenden und der Gruppengröße. Kaum jemand ist es gewohnt regelmäßig in solchen Massen unterwegs zu sein und somit bewirkt eine mäßigere Geschwindigkeit, dass man sich mit den Nebenleuten unterhalten kann und trotzdem beim Stopps rechtzeitig reagieren kann. Auch die Stopps an Ampeln reduzieren die Durchschnittsgeschwindigkeit. (Nicht wegen der Standzeit, sondern wegen des Anhaltens und Losfahrens.) Eine Gruppe fährt – das kennt man auch von PKWs – anders los als einzelne Fahrzeuge und hält auch gemächlicher an. Bei einem Verband würde zu schnelles Losfahren der Vorderleute außerdem eine Lücke reißen, was wiederum andere Probleme mit sich bringen würde.

      Mein Fahrradtacho sagt übrigens, dass zwischenzeitlich durchaus auch höhere Geschwindigkeiten als die genannten 17 km/h erreicht werden. Das gilt für die CMs in Reutlingen, Stuttgart, Böblingen, … und insbesondere Herrenberg. In Herrenberg folgt die höhere Durchschnitts- und Maximalgeschwindigkeit aus der deutlich kleineren Gruppengröße.

      Meiner Erfahrung nach sind es übrigens nur wenige Autofahrende, deren Puls nach oben geht. Die Mehrheit ist zu verwundert über die plötzliche Masse an Radverkehr und erfreut sich am Anblick. Bevor Wut aufkommen würde, sind wir schon wieder weiter. Das liegt übrigens auch am Freitag Abend, der deutlich weniger Berufsverkehr, dafür mehr Freizeitverkehr mit sich bringt.

      Von einer absichtlichen Blockade durch Langsamkeit kann also keine Rede sein. Das liest sich nur so.

      Ich lade Dich herzlich ein einmal – trotz der (vermeintlich) niedrigen Geschwindigkeiten – mitzufahren und Dir selbst ein Bild davon zu machen. Das Ordnungsamt hat dies übrigens bereits gemacht und hatte keinerlei Bedenken von wegen „Verkehrshindernis“.

      Michael

  4. Ralf Epple schreibt:

    Hallo Michael,

    das ist gut und verständlich erklärt worden, danke! Dachte mir fast schon, dass hier die Durchschnittsgeschwindigkeit und nicht die reine Fahrgeschwindigkeit gemeint war und man sich auch mal außerhalb von 17 km/h bewegen darf. Dann schreibt das auch einfach so. 🙂

    Schön, vielleicht komme ich mal vorbei!? Viel Erfolg weiterhin!

    Gruß, Ralf

  5. Anton Scholtalbers schreibt:

    Hallo Critical Mass Reutlingen,

    ich bin grad dabei, Bundesweit die Teilnehmerzahlen 2016 auszuwerten. Auf http://www.itstartedwithafight.de fehlen leider alle Zahlen vom Februar 2016.
    Eure Zahlen hab‘ ich ja nun gefunden. Tolle Seite übrigens!
    Eure Seite habe unter anderem gefunden, weil ich nach Bad Urach gesucht habe.
    Kein Internet – Kein Facebook.
    Falls es dort eine CM gibt, würde ich auch gerne deren Zahlen übernehmen. Könnt ihr mir einen Kontakt zu Bad Urach herstellen?
    DANKE im voraus.
    Alle, die Antworten, bekommen die komplette Auswertung!
    Anton der Beancounter von Critical Mass Leer

  6. Joachim Huber schreibt:

    Hallo,
    wie ist die Achalm–Tunnelfahrt geplant. Geht es vom Südeingang zum Nordausgang ? Oder umgekehrt.
    Gruß
    Joachim

  7. Hallo Joachim,

    die Tour beginnt an der Stadthalle und führt über die Eberhardstr – Karlsstr. zum Laisen – und wird dann über die Siemensstr. Richtung Zubringer Stuttgart/Metzingen zum Nordportal des Tunnels führen um dann am Südbahnhof wieder das Licht bzw. dann die Nacht des Abends zu erblicken. Weiter geht es dann Richtung Albstr. – zur Gartenstrasse……..die CM freut sich auf dich und auf alle anderen die sich diese Fahrt nicht entgehen lassen wollen….

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